Sonntag, 03. März - Sonntag, 22. April 2018

Geschichte der Brandenburger Ziegelindustrie im 19. Jahrhundert

Im östlichen Kreuzgang präsentiert das Prignitz-Museum die Ausstellung der Freunde der Ziegeleigeschichte der Mark Brandenburg e.V. .

Ziegeleien spielten über Jahrhunderte in Havelberg und im Elb-Havel-Winkel eine große Rolle. Im 19. Jahrhundert hatte in den Orten entlang der Havel und Elbe beinahe jedes Dorf eine Ziegelei, war fast jeder vierte Landbewohner auf Ziegeleien oder mit dem Transport der Steine in der Schifffahrt beschäftigt.

Die Ausstellung vermittelt auf Schautafeln einen informativen Einblick in die regionale Entwicklung der Ziegeleigeschichte. Hintergründe über die Krankheiten der Ziegler oder über die Kinderarbeit auf den Ziegeleien sind weitere Themen. Interessante Exponate aus der privaten Sammlung von Sven Kornisch und den Sammlungen der Museen in Genthin, Rathenow und Havelberg runden die Ausstellung ab und machen sie lebendig. Möglich wurde dies durch die akribische Forschungstätigkeit von Regionalhistorikern und Ziegeleifreunden, die mit dieser Schau erstmals ihr Wissen öffentlich vorstellen.

Nach zweijähriger Bauzeit konnten die Besucher den neu eingerichteten Eingangsbereich im Westflügel nutzen. Die Eröffnung der Ausstellung zur Ziegeleigeschichte verband Museumsleiterin Antje Reichel mit einer kleinen Rückschau auf die umfangreichen Baumaßnahmen an diesem Teil der Klosteranlage. Der Westflügel beherbergt nun die Abteilung "Domgeschichte".

Havelberger Volksstimme: Ausstellungseröffnung am 3.3.18

  






Mittwoch, 23. März  - Sonntag, 10. April 2016

Grußkarten zu Ostern
aus der Sammlung Nis Clason



Die Ausstellung zeigte Postkarten aus der Sammlung von Nis Clason. Sie stammen aus der Zeit von 1903 bis in die 1980er Jahre.

Die österlichen Grußkarten stellen Frühlingsmotive dar und feiern den Aufbruch der Natur aus dem Winterschlaf. Lamm, Küken und Ei inmitten frischgewachsenem Pflanzengrün zieren die Karten. Der Osterhase als Fruchtbarkeitssymbol darf natürlich nicht fehlen. Auf den religiösen Osterkarten sind die Auferstehung Jesu Christi, Christus als Hirte oder das Lamm Gottes (Agnus Dei) oft verwendete Darstellungen.

Um 1900 entstand der Brauch, zu Festen wie Ostern Grußkarten an Verwandte und Freunde zu senden. Die Jahre zwischen 1898 und 1918 gelten als Blütezeit der aufwendig gestalteten Motivkarten.

Im ersten Weltkrieg (1914-1918) hielten patriotische Motive mit Uniform Einzug. Süße Kinder im Feldgrau, Hasenkinder mit kleinen Fahnen der Kriegsverbündeten, Siegerkränze, Deutschland und Österreich waren von einem baldigen Sieg überzeugt. Das Ostergrün wird von den Farben des Deutschen Kaiserreiches durchzogen.

Bis zum 10. April war die Kabinettausstellung im Prignitz-Museum zu sehen. (Zugang derzeit über den Propsteiplatz - Ostseite des Domes)




Der Hase zierte über Jahrzehnte die ehemalige Drogerie Gützkow in Havelberg zur Osterzeit. Im Prignitz-Museum begrüßt er in diesem Jahr die Gäste zur Kabinettausstellung.