Sonnabend, 1. Dezember 2018 - Sonntag, 31. März 2019

Heimat im Krieg 1914/18 - Spurensuche in Sachsen-Anhalt



Am 1. August 1914 entbrannte weltweit ein Krieg, in den im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder verwickelt waren. Millionen von Toten zählte dieser Krieg, unter denen auch 246 Havelberger ihr Leben an der Front ließen.
 
Die Wanderausstellung "Heimat im Krieg 1914/18" -  Spurensuche in Sachsen-Anhalt" gibt einen Einblick in das Leben der Menschen in dieser Zeit und in dieser Region, weit entfernt von den Schützengräben des Ersten Weltkrieges. Sie enstand in Zusammenarbeit des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt mit dem Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das Land Sachsen-Anhalt, der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt, die Landeszentrale für politische Bildung, die Landesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung, der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. und weitere Partner begleiteten und förderten das Projekt.
Das Prignitz-Museum in Havelberg ist die neunzehmte und letzte Station dieser Ausstellung.
1. Dezember 2018, 15.00 Uhr
Ausstellungseröffnung


Begrüßung
Dr. Ulrike Bergmann
Amtsleiterin des Schulverwaltungs- und Kulturamtes
des Landkreises Stendal
 
Bernd Poloski
Bürgermeister der Hansestadt Havelberg
 
Einführung
Ulrich Kalmbach
Leiter des Johann-Friedrich-Danneil-Museums Salzwedel
Stellvertretender Vorsitzender des
Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

 

Gleich zu Beginn des Krieges waren in Havelberg ein Lazarett und ein Gefangenenlager entstanden. Der damalige Leiter des städtischen Krankenhauses, der zugleich auch Museumsleiter war, sammelte im Laufe des Krieges Fotografien von Verwundeten, Gefangenen, Wachleuten und Einheimischen. Er sicherte das Tagebuch eines Lehrers, der den Aufbau von Lager und Lazarett in Havelberg als neugieriger Zaungast kommentiert hatte.Gegenstück ist der Bericht eines Havelbergers über seine französische Gefangenschaft, in welchem das Leben in einem solchen Lager beschrieben wird. Diese Aufzeichnungen und eine Vielzahl großformatiger Fotos werden die zahlreichen Ausstellungsstücke aus Havelberg und von rund zwanzig Leihgebern aus Sachsen-Anhalt ergänzen.
Viele der Aufnahmen stammen aus der Kamera des Havelberger Fotografen Reinhold Steffen, der an der Westfront verwundet worden war und den Krieg überlebt hatte.

 

Havelberger Volksstimme am 25. November 2018
Tagebücher geben Einblicke


Für eines des Lazarette, die 1914 in Havelberg entstanden, wurde eine Turnhalle in der Nähe des Domes zum Krankensaal umfunktioniert.

 

Das Altmärkische Musikfest fand in diesem Jahr bereits zum 23. Mal statt. Vom 29.07. bis 28.10.2018 konnten sich Einheimische und Besucher an 58 hochkarätigen Kulturveranstaltungen im Landkreis Stendal sowie im Altmarkkreis Salzwedel erfreuen und dabei Musik unterschiedlichster Genres erleben.

Der Handstand auf der Loreley und andere fabelhafte Geschichten
mit Rose und Georgi


Foto: Rose und Georgi
 Ein ganz besonderer Abend von „hochkarätiger Kleinkunst“ laut der Bergischen Landeszeitung erwartete die Besucher des Altmärkischen Musikfestes am Freitag, den 19.10.2018 ab 19 Uhr im Prignitz-Museum. Denn die beiden Künstler Detlev Rose und Christian Georgi hatten eine Mission: Da die Texte der klassischen Dichter, noch bekannt aus längst vergangenen Schultagen, bei uns zuweilen zu Unrecht ein Schattendasein führen, beabsichtigte das Künstlerduo „Rose & Georgi“ etwas dagegen zu tun.
Daher öffneten sie an diesem Abend manche lyrische Schatzkiste und präsentierten ihre literarischen Fundsachen in einer „musikalisch genial untermalten“ Soiree. Mit Gitarre, Piano, Flöten, Saxophon, Gesang und Rezitation bewiesen sie eindrucksvoll, dass Literatur ein lebendiges Wesen ist, das uns berührt, beflügeln und





Freitag, 17. August - Sonntag, 18. November 2018

Die Wege des Eisens - Eisenskulpturen & Fotografien von Schiffswracks

Manfred Sährig & Jürgen Hohmuth

Die Ausstellung wurde von Kapitän Ulf Wolter am Freitag, den 17. August, eröffnet, begleitet von Gottfried Röszler mit Trommelklängen. Im Paradiessaal am Dom berichteten ab 19.30 Uhr Ulf Wolter und Jürgen Hohmuth in einer Bildpräsentation über ihre Reisen zu den Schiffswracks von Kap Hoorn.

  

Tag am Meer, Kamakura - Manfred Sährig                         "Lord Lonsdal", Punta Arenas, Patagonien - Jürgen Hohmuth


Der vielgereiste, in Berlin tätige Fotograf Jürgen Hohmuth realisierte mit seiner Agentur „zeitort“ bislang dreißig Bildbände und Kalender. Sein Buch „Wracks am Ende der Welt“ erschien bei Köhler & Amelang. Gemeinsam mit Ulf Wolter, gegenwärtig Kapitän der „MS Europa 2“, entstand eine beeindruckende Dokumentation über Schiffswracks am Kap Hoorn in Wort und Bild. Das Kap Hoorn gilt als eine der schwierigsten Schiffspassagen der Welt. Daraus resultiert die Dichte der dort liegenden Schiffswracks, die beispielhaft in der Ausstellung „Die Wege des Eisens – Eisenskulpturen und Fotografien“ ab Freitag, den 17. August 2018, im Prignitz-Museum am Dom zu Havelberg zu sehen waren. Auf zwanzig großformatigen Fotografien wurden Zeichen der Vergänglichkeit gezeigt. Die auf Leinwand gedruckten Motive korrespondierten mit den Metallskulpturen von Manfred Sährig, die unter ausschließlicher Verwendung von Fundstücken aus Eisen entstanden. Das Basismaterial wurde gesammelt, getauscht oder erworben. Die Geschichten dieser Fundstücke sind ahnbar, aber nie ganz nachweisbar. Die Unwissenheit über die ursprüngliche Funktionalität des vielfältigen Fundmaterials stellt einen stark inspirierenden Moment dar, welcher durch die Fragmentierungen, mechanische Deformation und oberflächliche Korrosionen noch verstärkt wird. Die entstandenen poetischen Arbeiten stehen in der Tradition der europäischen Eisenbildhauerei. Arbeiten beider Künstler befinden sich in Museen und Sammlungen des In- und Auslandes.

 

Sonntag, 03. März - Sonntag, 22. April 2018

Geschichte der Brandenburger Ziegelindustrie im 19. Jahrhundert

Im östlichen Kreuzgang präsentierte das Prignitz-Museum die Ausstellung der Freunde der Ziegeleigeschichte der Mark Brandenburg e.V. .

Ziegeleien spielten über Jahrhunderte in Havelberg und im Elb-Havel-Winkel eine große Rolle. Im 19. Jahrhundert hatte in den Orten entlang der Havel und Elbe beinahe jedes Dorf eine Ziegelei, war fast jeder vierte Landbewohner auf Ziegeleien oder mit dem Transport der Steine in der Schifffahrt beschäftigt.

Die Ausstellung vermittelte auf Schautafeln einen informativen Einblick in die regionale Entwicklung der Ziegeleigeschichte. Hintergründe über die Krankheiten der Ziegler oder über die Kinderarbeit auf den Ziegeleien warem weitere Themen. Interessante Exponate aus der privaten Sammlung von Sven Kornisch und den Sammlungen der Museen in Genthin, Rathenow und Havelberg rundeten die Ausstellung ab und machten sie lebendig. Möglich wurde dies durch die akribische Forschungstätigkeit von Regionalhistorikern und Ziegeleifreunden, die mit dieser Schau erstmals ihr Wissen öffentlich vorstellten.

Nach zweijähriger Bauzeit konnten die Besucher den neu eingerichteten Eingangsbereich im Westflügel nutzen. Die Eröffnung der Ausstellung zur Ziegeleigeschichte verband Museumsleiterin Antje Reichel mit einer kleinen Rückschau auf die umfangreichen Baumaßnahmen an diesem Teil der Klosteranlage. Der Westflügel beherbergt nun die Abteilung "Domgeschichte".

Havelberger Volksstimme: Ausstellungseröffnung am 3.3.18

  






Mittwoch, 23. März  - Sonntag, 10. April 2016

Grußkarten zu Ostern
aus der Sammlung Nis Clason



Die Ausstellung zeigte Postkarten aus der Sammlung von Nis Clason. Sie stammen aus der Zeit von 1903 bis in die 1980er Jahre.

Die österlichen Grußkarten stellen Frühlingsmotive dar und feiern den Aufbruch der Natur aus dem Winterschlaf. Lamm, Küken und Ei inmitten frischgewachsenem Pflanzengrün zieren die Karten. Der Osterhase als Fruchtbarkeitssymbol darf natürlich nicht fehlen. Auf den religiösen Osterkarten sind die Auferstehung Jesu Christi, Christus als Hirte oder das Lamm Gottes (Agnus Dei) oft verwendete Darstellungen.

Um 1900 entstand der Brauch, zu Festen wie Ostern Grußkarten an Verwandte und Freunde zu senden. Die Jahre zwischen 1898 und 1918 gelten als Blütezeit der aufwendig gestalteten Motivkarten.

Im ersten Weltkrieg (1914-1918) hielten patriotische Motive mit Uniform Einzug. Süße Kinder im Feldgrau, Hasenkinder mit kleinen Fahnen der Kriegsverbündeten, Siegerkränze, Deutschland und Österreich waren von einem baldigen Sieg überzeugt. Das Ostergrün wird von den Farben des Deutschen Kaiserreiches durchzogen.

Bis zum 10. April war die Kabinettausstellung im Prignitz-Museum zu sehen. (Zugang derzeit über den Propsteiplatz - Ostseite des Domes)




Der Hase zierte über Jahrzehnte die ehemalige Drogerie Gützkow in Havelberg zur Osterzeit. Im Prignitz-Museum begrüßt er in diesem Jahr die Gäste zur Kabinettausstellung.