

Obergeschoß des Westflügels um 1909 mit dem "Dommuseum"

Ausstellungsräume in den 1930er Jahren im Kreuzgang des Ostflügels
| MuseumsgeschichteZu Beginn unseres Jahrhunderts hatten Honoratioren aus der Prignitz die Idee, in Havelberg eine Museumssammlung aufzubauen. Den Altertumsfunden aus der Prignitz hier eine "Aufbewahrungsstätte" zu bieten und somit deren Erhaltung und Verbleib in der Region zu sichern, sowie "den geschichtlichen Sinn der Bevölkerung zu beleben", war das ursprüngliche Anliegen des "Vereins zur Förderung der Heimatkunde in der Prignitz". 1904 - Gründung des Vereins zur Förderung der Heimatkunde in der Prignitz. 1906 - Eröffnung der ersten Ausstellung des Prignitz-Museums im Obergeschoss der Klausur mit archäologischen Funden, Dombausteinen und Objekten der Kirchenkunst. Erster ehrenamtlicher Leiter war Sanitätsrat Dr. Richard Hartwich. 1938 - Die in erweiterten Räumen neu geordnete Sammlung wurde durch Walter Schulz der Öffentlichkeit übergeben. 1945 - Die Sprengung der Havelbrücken führt zu schweren Schäden am Gebäude und an den musealen Objekten, ein Viertel des Museumsbestandes geht verloren. 1946 - Das Museum wird hauptamtlich durch Gerhard Hagemann geleitet. Träger ist die Stadt Havelberg. 1951 - Nach den Kriegszerstörungen ist der Wiederaufbau abgeschlossen. 1953 - Das Prignitz-Museum wird dem neu gegründeten Landkreis Havelberg unterstellt. Der Kunstmaler Kurt Henschel übernimmt für die folgenden 33 Jahre die Museumsleitung. Er gründet die Kreuzganggalerie, gestaltet neue Dauerausstellungen zur Ur- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, neuere Zeit und Sakralkunst. Kurt Henschel profiliert die Dom- und Klosteranlage zu einem kulturellen Zentrum des Kreises Havelberg. 1958 - Das Museum wird vom Kreis Havelberg mit der baulichen und touristischen Betreuung der seit 1819 staatlichen Dom- und Klosteranlage beauftragt. 1994 - Nach Auflösung des Kreises Havelberg wird der Landkreis Stendal Museumsträger. Leiter ist seit 1992 Harald Wildhagen. 1994 - Gründung des Vereins „Freunde und Förderer des Prignitz-Museums“. 1997 - Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt übernimmt als Eigentümer die Dom- und Klosteranlage. Es beginnen umfassende Sanierungsarbeiten an den historischen Gebäuden. 1998 - Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur 1050jährigen Geschichte Havelbergs im ehemaligen Bischofssaal. 2000 - Schrittweise Erweiterung der Leistungsspektrums mit neuer Museumspädagogik und thematischen Führungen. 2001 - Gründung eines Verbundes der Museen des Landkreises Stendal, zu dem die Museen Osterburg und Havelberg gehören. Leiter des neuen Verbundes ist Frank Hoche. 2002 - Neue Dauerausstellung zur Siedlungsgeschichte der Region. 2005 - Neue Dauerausstellung zur Dom- und Bistumsgeschichte. 2010 - Einbau eines behindertengerechten Aufzugs
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| Museumsleiter |

| Richard Hartwich Dr. med., Sanitätsrat Geb. 7. November 1860 in Tangermünde. Studium der Medizin in Tübingen, Berlin, Kiel und Halle. 1885 Promotion und 1886 Staatsexamen. Ab 1886 bis zu seinem Tod als praktischer Arzt in Havelberg tätig. 1905 leitender Arzt des Havelberger Krankenhauses. 1911 Sanitätsrat. 1904-1933 ehrenamtliche Tätigkeit für den Museumsverein und ehrenamtliche Leitung des von ihm mitbegründeten Prignitz-Museums. 1928 Vorsitz des Vereins zur Förderung der Heimatkunde in der Prignitz. Gest. 3. Juli 1936 in Tangermünde.
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| Walter Schultz Rektor der städtischen Volksschule Havelberg Geb. 1889. Lehrer in Wilsnack. Februar 1933 Leiter der Stadtschule Havelberg. 12. August 1933 Vorsitz des Vereins zur Förderung der Heimatkunde in der Prignitz und Leiter des Prignitz-Museums. Gest. 14. Mai 1940 in Havelberg. |

| Theodor Meinhold Dr. rer. nat., Studienrat Geb. 14. November 1886 in Sandow/Hinterpommern. Staatsexamen für das Lehramt an höheren Schulen 1912. 1917 Oberlehrer an der städtischen Realschule Havelberg. Ab Juli 1940 Leiter des Prignitz-Museums. 1946 Entlassung aus dem Schuldienst- und Museumsdienst wegen NSDAP-Mitgliedschaft. Gest. 16. Juni 1946 in Havelberg. |

| Gerhard Hagemann Kaufmann Geb. 24. September 1880 in Berlin. 1898-1901 kaufmännische Lehre. Arbeitete bis 1945 als kaufmännischer Angestellter und Leiter in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen in Havelberg und Berlin. 1946-1953 hauptamtlicher Leiter des Prignitz-Museums. Gest. 15. Juni 1953. |

| Kurt Henschel Maler Geb. 27. Mai 1921 in Havelberg. 1939-1942 und 1948-1950 Studium an der Hochschule der bildenden Künste Berlin. Ab 1946 Mitglied des Museumsbeirates. 1950 Kunstlehrer in Havelberg. Mai 1953 hauptamtlicher Leiter des Prignitz-Museums. Ab 1986 Rentner und Maler in Havelberg. Mitglied im Verband bildender Künstler. Gest. 24. Juni 2008 in Havelberg. |
| Erhart Kaakstein Grafiker Juli-September 1987 Leiter des Prignitz-Museums. |

| Torsten Buchholz Dipl.-Historiker Geb. 20 Mai 1963 in Rostock. 1982-1987 Studium der Geschichtswissenschaften und Mediävistik an der Humboldt-Universität Berlin. 1988-1991 Leiter des Prignitz-Museums. Seit 1991 wissenschaftlicher Museumsmitarbeiter im Prignitz-Museum. 1999-2002 verantwortlich für den Museumsbetrieb im neu geründeten Bismarck-Museum Schönhausen/Elbe. Ab 2003 Arbeit an Projekten der Museen des Landkreises Stendal. Ab 2007 im Altmärkischen Museum Stendal. Gest. 6. Mai 2009 in seiner Wahlheimat Ghana. |
| Alexander Schott Lehrer Juli-Dezember 1991 Leiter des Prignitz-Museums. |

| Harald Wildhagen Dipl.-Sozialwirt, Historiker M.A. Geb. 28. Dezember 1953 in Kassel. Studium der Volkswirtschaftslehre, Sozialwissenschaften, Mittlere und Neuere Geschichte an den Universitäten Göttingen und Berlin. 1981 Diplom-Sozialwirt. 1987 Magister Artium für Geschichtswissenschaften. 1989-1991 Mitarbeiter im Deutschen Technikmuseum Berlin. April 1992 bis zur Museumsfusion Dezember 2000 Leiter des Prignitz-Museums. Seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit 2002 Vorsitzender des Vereins Freunde und Förderer des Prignitz-Museums e.V. Ab 2006 Sachgebietsleiter im Landratsamt Stendal. |

| Frank Hoche Dipl.-Historiker Geb. 13. August 1960 in Erfurt. 1982-1987 Studium der Geschichtswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1987 Diplom-Historiker. 1987-1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bezirksmuseum Cottbus / Schloss Branitz. 1990-2000 Leiter des Museums Osterburg. Seit Januar 2001 Leiter der Museen des Landkreises Stendal. |